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Eine Verfassung für die Erde

Wir geben der Erde eine Stimme – denn sie hat selbst keine.
Ein historisches Dokument zur verfassungsrechtlichen Anerkennung der Biosphäre.

Eine Verfassung für die Erde


Ein historisches Dokument, das den Beginn der Bewegung markiert, 
die Biosphäre – die Grundlage allen Lebens – verfassungsrechtlich zu schützen.Sie wurde von Donald C. Jacob initiiert und am 5. Februar 2023 im Unternehmen Mitte in Basel symbolisch gegründet – mit rund 150
Teilnehmenden vor Ort und online aus verschiedenen Ländern.

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Warum
Moderne Verfassungen schützen die Rechte der Bürger. 
Sie schützen jedoch selten das lebende System, das diese Rechte erst ermöglicht: die Biosphäre.
Diese Lücke ist kein Zufall. Die meisten modernen Verfassungen entstanden in einer Zeit, 
in der die Natur unermesslich, äußerlich und verfügbar erschien. Wir leben nicht mehr in dieser Zeit.
Klimastörungen, der Verlust der Artenvielfalt, Bodendegradation und die Destabilisierung 
biogeochemischer Kreisläufe sind keine isolierten Krisen.
Sie sind Anzeichen eines tieferen konstitutionellen Defizits: Die Biosphäre hat keine institutionelle Stimme.
Was keine Stimme hat, wird leicht verbraucht.

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Was wurde vorgeschlagen
Die Verfassung für die Erde schlug vor, die Biosphäre 
als verfassungsmäßiges Gut höchsten Ranges anzuerkennen.
Sie schlug kein Weltparlament vor.
Ebenso wenig schlug sie eine ökologische Diktatur vor.
Auch forderte sie nicht die Auflösung der nationalen Souveränität.
Vielmehr schlug sie eine demokratische Weiterentwicklung für einen endlichen Planeten vor: 
einen Rahmen, den Staaten, Regionen, Städte, Institutionen und Organisationen 
freiwillig an ihre eigenen Verfassungs- und Rechtssysteme anpassen könnten.
Konkret forderte der Vorschlag:
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- die Anerkennung der Biosphäre als verfassungsrechtliches Schutzgut höchsten Ranges;
- unabhängige Institutionen, die mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt sind;
- eine obligatorische wissenschaftliche Begutachtung für Entscheidungen mit erheblichen ökologischen Auswirkungen;
- eine Klagebefugnis für qualifizierte Akteure der Zivilgesellschaft, im Namen der Biosphäre zu handeln.
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Der vollständige Text ist weiterhin als Diskussionsentwurf (Version 2.0) verfügbar.

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Wer
Die Initiative wurde von Donald C. Jacob ins Leben gerufen, einem in der Schweiz ansässigen Künstler, Landschaftsarchitekten, Ökologen und Autor.

Begleitende Publikationen:
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— Eine Verfassung für die Erde, oekom Verlag, München, 2022.
— Die Erde als Partner. BoD, 2026. ISBN 9783695750337.


Weitere Arbeiten des Initiators finden Sie unter donaldjacob.ch.

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Status

Diese Seite dokumentiert einen Diskussionsentwurf. Ihr Zweck ist es, eine ernsthafte verfassungsrechtliche Debatte anzuregen. Die Initiative wird nicht mehr aktiv als Bewegung betrieben; substanzielle Rückmeldungen aus öffentlichem Recht, Umweltrecht, Verfassungsrecht, Erdsystemwissenschaft und Demokratietheorie können jedoch in zukünftige Fassungen einfließen.


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Kontakt: dojacob@me.com

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